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Der durch die Finanzmarktkrise ausgelöste tiefe Konjunktureinbruch ist überwunden. In vielen Einzelbranchen des von der Krise stark betroffenen deutschen Exportsektors sind die Produktionsrückgänge inzwischen fast wieder aufgeholt worden, bei weiterhin günstigen Wachstumsprognosen. Fast scheint es, als seien das deutsche Exportmodell auf dem Weg zurück zu altem Glanz und die Finanzmarktkrise nur eine kurze Episode, die längst Vergangenheit ist. Gänzlich unklar ist aber, was dies für betriebliche und gewerkschaftliche Interessenvertretungen und die arbeitspolitischen Konstellationen in den Unternehmen heißt. Sind mit der Krise zugleich auch die vielfältigen Probleme gelöst worden, denen sich die Interessenvertretungen vor der Krise in Form von Standortkonkurrenz, Auslagerungsdruck, arbeitspolitische Rückschritte, Infragestellung der Arbeitsstandards oder auch Mitgliederrückgang der Gewerkschaft stellen mussten? Oder bedeutet die Rückkehr zur Normalität für die Interessenvertretungen auch die Rückkehr zu den alten Problemen? Und welche Strategien können sie nutzen, um diese Probleme anzugehen?
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