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Obwohl das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ eine mittlerweile kaum noch zu überschauende Zahl von Publikationen angeregt hat (allein die vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) betreuten Projektdatenbanken unter http://www.sozialestadt.de enthalten mehr als 600 Einträge), ist die Einordnung dieser Gemeinschaftsinitiative in die großen Linien der deutschen Stadtentwicklungspolitik bislang völlig unterbelichtet geblieben. Das Gros der Beiträge thematisiert eher aus einer zeitlich sehr nahen Perspektive praktische Erfahrungen mit dem Programmmanagement und analysiert weniger die durch „Soziale Stadt“ intendierten Veränderungen in Handlungsdynamiken und Entscheidungsstrukturen. Gleichwohl scheint eine nicht unbedeutende Anzahl von Sozialwissenschaftlern der „Sozialen Stadt“ grundsätzlich das Potenzial einer Erneuerung der Stadtentwicklungspolitik zuzutrauen. Das Programm wird als Entwicklung hin zu einer „sozialverträglichen Stadtpolitik“ (Alisch 2002a) beschrieben, als „Politik neuer Qualität“ (Alisch 2002b) interpretiert oder als „Stadtpolitikerneuerung“ (Franke u.a. 2000) gedeutet. Die „Irritationen und Ambivalenzen“ (Walther 2001, 2002, siehe auch Walther in diesem Band) des Programms werden nicht als Problem gesehen, sondern vielmehr wird ihnen die Aufgabe zugeteilt, als „Geburtshelfer“ (Walther 2002) für Innovationen auf dem Weg zu einer sozialverträglicheren Stadtpolitik zu wirken.
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