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Es scheint in der Diskussion, wie sie in diesem Band geführt wird, Konsens zu sein, dass die Frage nach der Professionalität Sozialer Arbeit zu unterscheiden ist von der nach ihrem Status als Profession und ihrer Professionalisierung (vgl. Nittel 2002). Sie fragt nicht nach Merkmalen Sozialer Arbeit als Beruf, sondern stellt sich im Kontext der Selbstreflexion und Beobachtung der Akteure sozialpädagogischen Handelns als kasuistische Frage professioneller Selbstüberprüfung oder auch als Frage, nach der sozialwissenschaftlichen Rekonstruierbarkeit dieses Handelns. Dabei wird zumeist von einer „revidierten“ (Oevermann 1996) Theorie professionellen Handelns ausgegangen wird, die sich nicht primär am Expertenmodell der Beherrschung standardisierbarer Wissensbestände und Praktiken orientiert, sondern gerade die Bewältigung von Ungewissheiten zum Angelpunkt macht. Diese ergeben sich vor allem aus der paradoxen Aufgabe, angesichts beschädigter und/oder sanktionsbedrohter Lebenspraxis von Klientinnen und Klienten erfolgreich intervenieren zu sollen, dabei aber die Autonomie dieser Lebenspraxis zu respektieren und nach Möglichkeit wiederherzustellen. Professionalität in diesem Sinn wird im aktuellen Fachdiskurs (Pfadenhauer 2005, Becker-Lenz et al. 2009) vor allem als Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit von Arbeitsbündnissen diskutiert. Dies ist auch in den Diskussionen über empirisches Material in diesem Band die vorherrschende Fokussierung. Mein Beitrag argumentiert, dass dieser Fokus zu eng sei.
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