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Die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtende Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung wirft die Frage auf, inwieweit dies eine Zunahme an lebens-werten Jahren ist, oder ob es eine durch Verschlechterung der körperlichen Gesundheit, Verlust von nahestehenden Personen oder Verlust der Selbständig-keit gekennzeichnete Phase der Belastung und Mühsal bedeutet (1). Die Frage ist, wie alte Menschen auf die altersassoziierten negativen Lebensveränderun-gen reagieren und welche Konsequenzen sich für die Lebenszufriedenheit und das subjektive Wohlbefinden daraus ergeben. In der Literatur wird unter dem Stichwort des Wohlbefindensparadox darauf hingewiesen, daß es keine 1:1-Beziehung zwischen negativen Lebensveränderungen einerseits und Einbußen im subjektiven Wohlbefinden andererseits gibt, sondern daß auch alte Menschen trotz aller Einschränkungen ihr Leben weiterhin genieBen können und mit ihrem Leben insgesamt nicht unzufriedener zu sein scheinen als jüngere Men-schen.
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