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Länderübergreifende Problem- und Handlungszusammenhänge wie etwa die Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung oder Terrorismus generieren im Zuge von Globalisierungs- und Mediatisierungsprozessen fortwährend neue transnationale politische Allianzen, gelangen auf die Agenda massenmedialer Angebote und provozieren entsprechende Diskurse und Teilöffentlichkeiten. Die entstehenden, dies- und jenseits nationalstaatlicher und kultureller Grenzen verlaufenden Öffentlichkeiten operieren dabei allerdings in einem theoretisch bislang kaum strukturierten Vakuum, denn „im eher vertikalen Blick moderner Öffentlichkeitskonzepte [werden sie] kaum sichtbar“ (Volkmer 2003: 50). Ausgehend von der Annahme, dass Öffentlichkeit ein soziales, demokratische Funktionen erfüllendes Konstrukt darstellt, das nicht allein durch die Generierung und massenmediale Vermittlung politischer Inhalte, sondern schlussendlich durch die Betroffenheitswahrnehmungen und kommunikativen Praktiken der Menschen hervorgebracht wird, besteht das Anliegen dieses Aufsatzes darin, ein Konzept transkultureller Öffentlichkeiten zu entwickeln, das einerseits die Bedeutung der lebensweltlichen Basis von Öffentlichkeit, das heißt die Aneignungs- und Lokalisierungspraktiken öffentlicher Diskurse durch die Menschen in ihren jeweiligen sozialen, kulturellen und politischen Kontexten berücksichtigt sowie andererseits den unter dem Eindruck von Globalisierungsund Mediatisierungsprozessen voranschreitenden Wandel alltäglicher Lebenswelten reflektiert und kontextualisiert. Der öffentlichkeitsrelevante Wandel von Lebenswelten firmiert dabei in einer Ausdifferenzierung und Vervielfältigung individueller Medienumgebungen, über die die Menschen politisches Geschehen beobachten, an öffentlichen Diskursen teilnehmen und so Öffentlichkeit herstellen, sowie zugleich in einer zunehmenden Multi-Lokalität und Mobilität persönlicher Lebensstile. Das heißt, immer mehr Menschen leben an unterschiedlichen Orten der Welt zugleich, sodass sich ihre persönlichen Lebenswelten, sozialen Beziehungsnetze und politischen Verbundenheiten längst und immer öfter über verschiedene Lokalitäten sowie kulturelle und nationalstaatliche Kontexte hinweg erstrecken.
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