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ZusammenfassungViele verschiedene wissenschaftliche Disziplinen – von Kulturmanagement bis hin zur Soziologie – sowie Institutionen – von Universitäten über Verbände bis hin zu den Kultureinrichtungen selbst – setzen sich mit den Besuchern und Publika von Kulturveranstaltungen auseinander, wobei zumeist eine spartenspezifische Perspektive eingenommen wird (vgl. die anschließenden Beiträge in diesem Sammelband). Die Konsequenz ist eine Vielzahl an Einzelbefunden, die mit Puzzleteilen vergleichbar sind: Man sieht nur einen detaillierten Ausschnitt zu einer Spezialfrage, um ein umfassendes Bild über allgemeine, über einzelne Sparten hinausgehende Entwicklungen zu bekommen, muss man aber die vielen Teile mühsam zusammensetzen. Jedoch gibt es auch eine Reihe an Studien, die sich zum Ziel setzen, auf repräsentativer Basis ein solches umfassendes, spartenübergreifendes Bild der Kulturnutzer und der Nicht-Kulturnutzer zu zeichnen. Häufig steht dabei die Erarbeitung quantifizierbarer Typologien im Mittelpunkt, die sowohl soziodemografische Daten als auch Erkenntnisse zum Verhalten, den Einstellungen, Wünschen und Besuchsmotiven des Publikums enthalten. Mitunter finden außerdem (Teil-)Untersuchungen zu der Frage statt, warum so viele Bürgerinnen und Bürger den Weg in die kulturellen Einrichtungen nicht finden. Denn immerhin gibt rund die Hälfte der deutschen Bevölkerung an, sich grundsätzlich nicht für Kultur zu interessieren (vgl. Mandel 2008a: 27).
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