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ZusammenfassungHorst Albach 60 Jahre — das ist kaum faßbar. Es paßt nicht zusammen, jedenfalls wenn man Horst Albach nimmt wie er ist: voll Aktivität, Unternehmungsgeist, Zielstrebigkeit, Einfallsreichtum und wissenschaftlicher und organisatorischer Produktivität und Energie, sportlich, elastisch, in herzlicher Freundschaft und Liebe den Seinen zugetan, und wenn man wie früher einen 60-Jährigen als „edlen Greis“ verstand. Viel verdankt er dabei seiner kongenialen Gattin Renate. Daß beide zusammen kürzlich ein Buch verfaßt haben1, ist ein schönes Zeichen dieser Gemeinschaft. Im Vorwort dieses Buches (S. V) wenden sie sich gegen den Ansatz in der Informationstheorie, der nur rücksichtslosen Egoismus als Verhaltensmaxime im Unternehmen gelten läßt: „Weite Teile der … Informationstheorie haben diesen Charakter: sie verbiegen die Wirklichkeit, indem sie die Zusammenarbeit im Unternehmen unter der Annahme analysieren, daß jeder Mitarbeiter nicht nur den Vorgesetzten, sondern auch den Arbeitskollegen über’s Ohr hauen will — zwecks Maximierung des eigenen Wohlbefindens!“In der von ihm wesentlich gestalteten Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Koblenz nimmt daher auch das Fach „Ethik“ einen bedeutenden Platz ein2, ähnlich wie auf vielen US-amerikanischen Business Schools, bei denen „Business Ethics“ zu einem Lehrgebiet geworden ist. Hier knüpft nun dieser Beitrag an. Es soll gezeigt werden, daß zwei Personen (oder Firmen, Gesellschaften, Staaten o. ä.), die sich in einer spieltheoretischen Situation gegenüber stehen, beide ein besseres Ergebnis erreichen können, wenn sie nach ethischen Gesichtspunkten statt nach rein egoistischen handeln und auch beim Gegenspieler darauf vertrauen können, daß er das gleiche tut. Ethik lohnt sich also auch ökonomisch.
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