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Die Handlungsbedingungen für Arbeitspolitik haben sich durch die „große Krise“ verändert. Unter maßgeblicher Beteiligung der IG Metall und der anderen Gewerkschaften konnte eine beschäftigungspolitische Katastrophe in der Krise vermieden werden. Dazu haben vor allem die erleichterte Kurzarbeit und weitere arbeitszeitpolitische Interventionen in den Betrieben sowie die von Gewerkschaftsseite eingeforderten Konjunkturprogramme beigetragen. Kurzfristig erfolgreiches Krisenmanagement und Beschäftigungssicherung dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die tieferliegenden Ursachen der Krise und die damit einhergehenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Herausforderungen keineswegs gelöst sind. Die bis zur Krise durch jahrelange Costcutting- Maßnahmen zusätzlich erzielten Gewinne haben zur Aufblähung der Finanzmärkte und Spekulationsblasen – und damit zur „großen Krise“ – beigetragen.
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