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Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Kommunikationsstrukturen und Medien auf der lokalen Ebene ist in der Bundesrepublik Deutschland seit Mitte der 80er Jahre — nach einer »Boom-Phase« in den 70er Jahren — rückläufig.1 In den späten 70er und in den frühen 80er Jahren wurde der Entwicklung der lokalen Demokratie unter dem Aspekt des Einsatzes partizipationsfördernder Informations- und Kommunikationstechnologien2 in vielfältiger Weise Aufmerksamkeit geschenkt.3 Auch die Konzentrationsentwicklung im Bereich lokaler Printmedien war unter dem Stichwort »publizistische Vielfalt« in diesen Jahren Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Analysen und kommunikationspolitischer Kontroversen. Die Pressekonzentration wurde als problematisch für die Entwicklung in lokalen Räumen angesehen, so daß sich von neuen Technologien ein Ansatz zur Revitalisierung lokaler Kommunikation und Politik erhofft wurde. Im Zusammenhang mit der Entstehung und Entwicklung von Bürgerinitiativen und »Neuen Sozialen Bewegungen« (vgl. den Beitrag von Roland Roth in diesem Band) fanden auch die Medien der »Alternativpresse« wissenschaftliche Aufmerksamkeit.4 Nach der Vereinigung Deutschlands fand die Pressesituation in den neuen Bundesländern aufgrund des dort hohen Konzentrationsgrades zumindest für kurze Zeit wissenschaftliche Beachtung5 ; doch derzeit wird weder über die »alten« noch über die »neuen« Medien auf der lokalen Ebene viel geforscht. Die öffentliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit konzentriert sich derzeit auf nationale und internationale Medienangebote (bspw. Fernsehprogramme; digitales Fernsehen; Internet).
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