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Ironisch macht der Autor dieses Einga ngszitats auf die Diffusität und Einseitigkeit der Debatte um das ‘Unterschichtenfernsehen’ aufmerksam, die wir im Folgenden aus der Perspektive der Kommunikati onswissenschaft diskutieren. Nicht zufällig existiert der Begriff des, ‘Oberschichtenfernsehens’ nicht, ganz anders als sein Gegenstück. Im Begriff, ‘Unterschichtenfernsehen’, schreibt Christoph Amend (2005: 16) in der Zeit, verdichteten sich „Assoziationen wie Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Bier am Nachmittag und leere Kassen“. Und Hans-Ulrich Jörges führt aus: „Der Proleten-Guckkasten scheint zum Leitbild der Privaten geworden zu sein. Ganzkörpertätowierte Kretins und busenfixierte Siliconpuppen, beobachtet beim suppenkochenden Kampf um ihre Frau, beim erektionsfördernden Wannenbad zu zweit oder bei der egopolsternden Brustvergrößerung — das einstmals innovative Reality-TV treibt ab in die Gosse“ (Jörges 2005: 21). Beide Aussagen sind recht wah llos aus einer Fülle von Artikeln herausgegriffen. Sie erscheinen dennochty pisch für die besonders intensiv seit Frühjahr 2005 geführte Mediendiskussion um das sogenannte, ‘Unterschichtenfernsehen’, die voller Metaphern und Assoziationen, prall mit wertgeladenen Begriffen und moralischen Verdikten daher kam. Im Herbst 2006 folgte, angefacht durch die Veröffentlichung einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, eine erneute, ‘Unterschichtend ebatte’, die keinen direkten Medienbezug aufwies. Gleichwohl fand der Begriff ‘Unterschichtenfernsehen’ aber beiläufig weiterhin häufig Verwendung.
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