No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Im Zeitalter der medialen Erlebnisgesellschaft kommt auch die Politik nicht mehr umhin, sich mit Unterhaltungswert in Szene zu setzen. „Politainment“, unterhaltende Präsentation der Politik scheint unumgänglich, wenn es gilt, Wählerstimmen, Akzeptamen, Loyalitäten und Legitimitäten zu gewinnen. Dies wird besonders deutlich im Kontext von Wahlkampfkommunikation, wo das Werben der politischen Akteure alle anderen Dimensionen des Politischen dominiert. Auch im letzten Bundestagswahlkampf dieses Jahrhunderts ließ sich beobachten, dass der tradierte Rahmen politischer Kommunikation immer häufiger mühelos transzendiert wird. Zwar waren auch frühere Wahlkämpfe ohne starke Anleihen bei den Techniken der Werbewirtschaft nicht ausgekommen, und mitunter hatten Prominente aus der E- und U-Kultur — von Günter Grass über Hans-Joachim Kulenkampff bis zu Heino — mit ihrer Parteipräferenz nicht hinter dem Berg gehalten, um Wählerstimmen zu akquirieren. Dies sind jedoch pittoreske Marginalien, wenn man die Situation mit der neuen Qualität unterhaltender politischer Kommunikation am Ende der 90er Jahre vergleicht.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 8 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.