• Welche Arten von Wissen sollen Lernende erwerben? • Was bedeutet eigentlich Lernen? • Welche Arten von Motivation sind besonders lernforderlich? • Wie kann Lernen am besten unterstutzt werden? Welche Antworten gibt die Lehr-Lern-Forschung auf diese Art von Fragen? Ihre Beantwortung ist fur eine reflektierte und wissenschaftlich fundierte Lehr-Lern-Praxis zweifelsohne von zentraler Bedeutung, gleich ob es um schulisches Lernen oder um Erwachsenenbildung, um Lernen in traditionellen Settings oder um computerunterstutztes Lernen geht. Um dies aufzuzeigen, werden die wichtigsten Grundzuge der Lehr-Lern-Forschung vorgestellt, wie sie typischerweise in der international fest etablierten „European Association for Research on Learning and Instruction“ (EARLI) vertreten wird. Sie wurde zunachst in erster Linie von Padagogischen Psychologen und Empirischen Padagogen getragen, die traditionell an das Paradigma der kognitiven Psychologie angelehnt arbeiteten. In den 1990er Jahren kam in diesen Kreisen jedoch ein neues Paradigma auf, das sich von einer kognitiven Betrachtungsweise des Lehrens und Lernens abgrenzt und die Situiertheit, d.h. die Kontextbezogenheit des Lernens Wissen herausstellt. Es wird hier die Forschung innerhalb beider Stromungen dargelegt. Dabei werden die zentralen Konzepte und die Forschungsmethodologie vergleichend diskutiert.
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