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ZusammenfassungDie Optionen für Frauen in der Berufswelt sind vielfältiger, zugleich aber ambivalenter und widersprüchlicher geworden. Zu diesem oder ähnlichen Ergebnissen kommen mehrere neue empirische Studien in so unterschiedlichen Arbeitsmarktbereichen wie industriellen Produktionsbetrieben, Banken, Hochschulen, Professionen. Vom „Ende der Gewissheiten” (Peinl 1999), von „vielfältigen Verschiedenheiten” (Neusel/Wetterer 1999) oder von einer „unordentlichen Geschlechterordnung” (Kutzner 1999) ist die Rede. „Flexibilisierung” stellt sich demnach auch auf der Ebene der Geschlechterverhältnisse ein, wie „nachhaltig” — um einen weiteren Begriff aus dem Kanon der Standortdebatte aufzugreifen — diese allerdings wirkt, scheint noch keineswegs ausgemacht zu sein. Die Verwirrung, welche die „bunte Vielfalt” gegenwärtig in der Frauen- und Geschlechterforschung stiftet, liegt vor allem darin, dass einerseits empirische Belege für ein Schwinden der Bedeutung der Geschlechterdifferenz angeführt werden, andererseits aber bereits ein Blick in die Arbeitsmarkt- und Berufsstatistiken die Persistenz geschlechtshierarchischer Arrangements in der Arbeitswelt unübersehbar macht. Bisweilen scheint es, als stelle sich das Geschlechterverhältnis in einem Vexierbild dar, das den Blick auf Geschlechterdifferenzen und die sie produzierenden Prozesse in Abhängigkeit von der Betrachtungsperspektive mal mehr und mal weniger freigibt oder vollständig verstellt.
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