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AuszugWer gegenwärtig über das öffentliche Ansehen der Pädagogik nachdenkt1, kommt nicht umhin, die anhaltend drastisch erfahrbare Ambivalenz, ja Widersprüchlichkeit der öffentlichen Wahrnehmung von Pädagoginnen und Pädagogen, des pädagogischen Systems insgesamt wie auch der Erziehungswissenschaft mitzubedenken; verkürzt formuliert: trotz aller Beschwörungen und ‚Hochglanz‘-Beteuerungen, dass Bildung — und mit ihr die Pädagogik insgesamt — gesellschaftlich nicht nur unverzichtbar, sondern überhaupt wichtiger denn je sei, hält sich doch in der Öffentlichkeit hartnäckig eine weithin negative Einschätzung eben dieser Pädagogik. Und mit Blick auf die bundesdeutsche Bildungspolitik der letzten Jahre muss man hinzufügen, dass es durchaus nicht selten die gleichen Leute sind, die beides — bisweilen ungebrochen und gänzlich unirritiert — sogar in einem Satz verknüpfen können. Diese Widersprüchlichkeit schlägt sich — nicht allein, aber doch zentral — in der allen pädagogisch Tätigen nur zu bekannten Paradoxie der stetigen, ja drastischen Aufgabenvermehrung auf der einen Seite und der zunehmenden Unterfinanzierung und Kürzung auf der anderen Seite nieder. An diesem strukturellen Widerspruch etwas zu ändern, hieße sicherlich zunächst und vor allem, die Frage zunehmend unterfinanzierter öffentlicher Haushalte und das darin sichtbar werdende Bild von Öffentlichkeit und Gesellschaft zu thematisieren; es heißt aber auch, sich mit den Hintergründen der ambivalenten gesellschaftlichen Wahrnehmung des pädagogischen Feldes insgesamt zu beschäftigen.
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