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Einzelhandelsmärkte sind diversifizierter und fragmentierter denn je; sie konfrontieren die Konsumenten mit einem Übermaß an Informationen und Alternativen. Um die Konsumenten anzuziehen, haben die Handelskonzeme begonnen, ihre Häuser und Einkaufstätten atmosphärisch aufzuladen, um den Konsumenten dadurch ein deutlich einprägsameres und attraktiveres Einkaufserlebnis bieten zu können.2 Entertainment-Berater Michael J. Wolf (1999) meint hierzu, daß Shopping aufgrund der Tatsache, daß das Entertainmentmotiv bis in die letzten Nischen der Wirtschaft vorgedrungen sei, inzwischen zu etwas geworden ist, was er „Shoppertainment“ nennt. Dieser offensichtlich futuristische Trend ist tatsächlich die Wiederkehr eines althergebrachten Imperativs. So erzählen uns Anthropologen, daß die Ursprünge des kommerziellen Marktplatzes bei den festlich arrangierten Marktplätzen früherer Zeiten liegen, bei Plätzen, die sich traditionellerweise an den Rändern der Städte befanden, wo Vorführungen, exotische Personen, Mysterien und Gaukler zugegen waren (vgl. Lears 1994; Sherry 1995). Um die Aktualisierung dieser Tradition zu verstehen, bei der die Geschäfte Geschichten erzählen, mußten die Einzelhandelsmanager der ästhetischen Seite ihrer Verkaufsläden sowie den Verkaufsprozessen besondere Aufmerksamkeit schenken, mittels derer es den Konsumenten gelingt, die physische Erfahrung solcher Plätze mit Bedeutung aufzuladen.
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