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Der Körper und der Umgang mit ihm stehen symbolhaft für kulturell geprägte Werte und Normen im gesellschaftlichen Umgang der Geschlechter miteinander. Vor diesem Hintergrund gelten Körperbewusstsein und Geschlechtlichkeit von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund als Thema, das im öffentlichen Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft mit Vorstellungen häufig mit „schwieriger“ Integration verbunden ist. Der Beitrag präsentiert mit herkunftsdiffe-renzierten Daten aus einer Mehrthemenuntersuchung über die Lebenssituation von Mädchen und jungen Frauen aus Zuwandererfamilien mit türkischem, italienischem, griechischem, (ehemals) jugoslawischem und Aussiedlerhintergrund Ergebnisse, die einerseits die Annahme bestätigen, dass Unterschiede in den Einstellungen zum Körper und zur Sexualität vorhanden sind, die auf die kulturelle und/oder religiöse Prägung der jeweiligen Gruppe zurückgeführt werden können. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass die jeweiligen Herkunfts- und Religionsgruppen heterogene Einstellungsmuster aufweisen, die auf Faktoren jenseits der kulturellen Prägung zurückgeführt werden müssen. Während das ambivalente Körperbild und die positive Einstellung zur Sexualität der befragten jungen Frauen mit Migrationshintergrund sich nicht wesentlich von demjenigen bei altersgleichen Deutschen unterscheiden, sind die Unterschiede sowohl zwischen den Gruppen von Mädchen mit Migrationshintergrund wie auch im Vergleich zu deutschen Mädchen in der Einstellung zur Virgini-tätsnorm und bei den Vermittlungsinstanzen in Fragen von Liebe und Sexualität sehr deutlich.
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