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ZusammenfassungIm Zentrum der Frage nach dem zeitdiagnostischem Gehalt der NEUEN SOZIALEN BEWEGUNGEN steht die Frage nach einem angemessenen Krisenbegriff. Nun setzt der umfassendste Bestimmungsversuch der Inhalte der gegenwärtigen Krisenerscheinungen bei der Diagnose einer “Krise der Modernität” bzw. der “Krise der technisch-wissenschaftlichen Zivilisation” an. Doch schon bei der ersten Annäherung an diese Begriffe wird sichtbar, daß hier zumindest zwei verschiedene Wandlungsprozesse zusammengefaßt werden. Zum einen wird auf der begrifflichen Ebene auf die Infragestellung zentraler Leitvorstellungen gesellschaftlicher Entwicklungen reagiert, eine “Neue Unübersichtlichkeit” (Habermas) festgestellt, die Theoriekrise der Soziologie ausgerufen (Luhmann) und damit ein Veralten sozialwissenschaftlicher Begriffe bzw. eine Unangemessenheit der überkommenen Leitgedanken von Vergesellschaftung angesichts neuartiger Problemlagen beklagt und dahinter qualitativ neue gesellschaftliche Bedingungen vermutet. Zum anderen wird versucht, über eine veränderte Bedeutung von Wissenschaft und Technik, über den Prozeß der “Verwissenschaftlichung der Gesellschaft” und der “Vergesellschaftung der Wissenschaft” diesen qualitativen Wandel inhaltlich zu bestimmen.
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