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Schaut man auf die Auseinandersetzungen um und éber die Hermeneutik insbesondere seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, scheint es mit dem ›Verstehen‹ der Diskutanten untereinander nicht sehr weit her. Denn die hier geféhrten Debatten klingen nicht nur vielstimmig, oft schrill und aufgeregt, sondern zeigen sich von vielfältigem Missund Nicht-Verstehen geprägt — unabsichtlichem wie auch womöglich absichtlichem. Das mag an den Diskutanten liegen; aber es hat natérlich auch mit dem Gegenstand zu tun, éber den man sich im Streit zu verständigen sucht. Denn das Verstehen, mit dem sich — aber selbst daréber besteht durchaus keine Einigkeit — die Hermeneutik zu befassen hat, entzieht sich offenbar ein ums andere Mal dem Versuch konsensfähiger Wesensbestimmung. Und wie »Verstehen« im breiten Gebrauchsspektrum von Umgangs- und Wissenschaftssprache(n) höchst Unterschiedliches meinen kann, so flottiert auch die Bedeutung von »Hermeneutik«.
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