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ZusammenfassungSo manche aktuelle gesellschaftliche Tendenzen lassen sich als Zeichen einer Veränderung im Geschlechterverhältnis verstehen. Traditionelle Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit und damit verbundene Stereotypen haben ihre Einheitlichkeit und ihre Funktion als verbindliche Muster individueller Orientierung eingebüßt. Auch empirisch beobachtbare Entwicklungen sind als Veränderungen zu werten. So können zum Beispiel statistische Daten über das allgemeinbildende Schulsystem im Sinne einer Auflösung der geschlechtsspezifischen Unterschiede interpretiert werden. Im Zuge der Bildungsexpansion hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte die Zahl der Mädchen, die eine höhere Schulausbildung absolviert haben, verdreifacht: An Gymnasien haben sie seit 1975 konstant mit rund 51 % ihre Mitschüler überrundet; mit einem Anteil von 55 % sind Mädchen am stärksten unter den Schülern mit Realschulabschluß vertreten (Grund- und Strukturdaten 1986/87). Als Folge dieser Entwicklung sind Frauen vermehrt im öffentlichen Bereich präsent und drängen auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt auf eine qualifizierte Ausbildung und entsprechende Berufe.
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