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„Sie haben Berufsgeschäfte, können nicht jede Stunde des Tages Ihren Kindern widmen; und doch muß, wer Kinder erziehen will, darauf Verzicht thun, irgend etwas Anderes nebenher zu treiben.“ So radikal, wie Adolph Freiherr von Knigge (zit. nach Trepp 1996: 31) im Jahr 1784 es formulierte, würde gegenwärtig niemand unter den Protagonistinnen und Protagonisten eines stärkeren Engagements des Vaters in der Familie die Väter in die erzieherische Pflicht nehmen wollen. Das Leitmotiv, das den aktuellen – politischen wie wissenschaftlichen – Vaterschaftsdiskurs bestimmt, ist die Absage an eine einseitige Orientierung am Leitbild des Vaters als Ernährer der Familie. Auf EU-Ebene wird eine aktive Teilhabe von Vätern am Familienleben seit Beginn des 21. Jahrhunderts gefördert (Hofäcker 2007: 161ff.). Die deutsche Familienpolitik hat spätestens seit 2005, als Ursula von der Leyen zur Familienministerin ernannt wurde, nicht mehr nur die Mütter, sondern auch die Väter zu Adressaten familienpolitischer Programme gemacht, die darauf zielen, Väter zu einem stärkeren Engagement in der Familie zu bewegen.
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