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Die Sozialarbeitswissenschaft (SAW) hat sich – nach einer weit über ein Jahrzehnt dauernden und eine enorme Zahl von Publikationen umfassenden Kontroverse – um die Jahrhundertwende auch im deutschsprachigen Raum als autonome Disziplin (mit einem eigenständigen Studiengang auf Fachhochschulebene) zu etablieren vermocht (Mühlum, 2004). Inzwischen gibt es eine imponierende Zunahme an Forschungen (Engelke, Maier, Steinert, Borrmann & Spatscheck, 2007; Maier, 1999) und eine beachtliche Produktion von Monografien und Readern zu verschiedenartigsten Themen der Wissenschaft Soziale Arbeit. Gleichwohl fehlen noch immer Zeichen der Entwicklung eines Minimums breiter geteilter meta-, objekt- und handlungswissenschaftlicher Kernvorstellungen, die Ausgangspunkt einer kumulativen Entwicklung der SAW sein könnten, ja es mehren sich Hinweise auf Trends mit einer entgegengesetzten Richtung. Die nachfolgende Skizze einer Auswahl von thematischen Trends in der SAW bleibt mangels systematischer Studien zum Stand der Disziplin impressionistisch; gleichwohl dürfte sie jedoch den Schluss aufdrängen, dass die deutschsprachige SAW fachlich bisher nur wenig über den Akt ihrer Proklamierung hinausgekommen ist (für eine noch pessimistischere Einschätzung vgl. Merten, 2008).
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