No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Ausgangspunkt für das Konzept der posttraditionalen Gemeinschaften ist die empirisch gestützte Annahme, dass sich die habituell vorgegebenen und emotional basierten Beziehungen der Menschen tendenziell auflösen oder jedenfalls eine geringere Wertigkeit bekommen und dass sich in diesem Zusammenhang ein anderer Typus sozialer Vergemeinschaftung entwickelt hat, die eben posttraditional genannt werden. Dieser Typus lässt sich grob als temporäre Teilhabe an Single-Issues-Gemeinschaften und Life-Style-Gruppen beschreiben, bei denen Zugehörigkeit über Verführung zur Teilhabe an mehr oder weniger kommunikativen Events, zu Konsum und zu kollektiven, distinktiven Handlungs- und Inszenierungspraktiken entsteht. Derartige Gemeinschaften sind dementsprechend an einem gemeinsamen „Außen“ orientiert, das aber nur eine begrenzte Zeit trägt und das je nach Wandel der Interessenlage ohne wirksame Sanktionspotenziale der Gemeinschaften schnell wieder beendet werden kann (Hitzler/Pfadenhauer 1998; Kingir o.J.; Scharnberg/Ziebertz o.J.; Honer 2007).
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 9 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.