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Soziale Arbeit bezieht ihren Gegenstand grundsätzlich auf „das Soziale“. Als Expertin im Kontext so genannter „sozialer Probleme“ definiert Soziale Arbeit ihr Handeln häufig als Unterstützungsangebot, wenn Adressat_innen in schwierige Lebenssituationen geraten. Im Kontext dieses Krisenbezugs werden „Identitäten“ und Differenzen vorausgesetzt: einerseits der professionelle Sozialarbeiter, andererseits die ratsuchende Akteurin. Vor dem Hintergrund medial inszenierter AIDS-Bilder und am Beispiel professioneller Praxis in den AIDS-Hilfen werden im folgenden Beitrag unhinterfragte Normalisierungspraxen und normative Identitätskonstruktionen kritisch analysiert. „Queer Professionals“ werden dabei als Reflexionskategorie für die Soziale Arbeit beschrieben, als Modus reflexiven Nachdenkens, genauen Hinsehens und als Versuch, sich nicht dumm machen zu lassen. Soziale Arbeit queer gedacht rückt somit eine reflexive Dimension ins Zentrum der Professionalisierungsdebatte, die keine „authentischen Echtheiten“ stabilisiert, sondern „Zonen der Mehrdeutigkeit und Pluralität“ offen hält.
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