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Bereits mit Georg Simmels Überlegungen zum Phänomen Mode ist ihr Zeichencharakter theoretisch expliziert worden. Der — wie Simmel sagt — “psychologische” Mechanismus, nach dem Mode funktioniert, ist das Bedürfnis nach einem Kompromiß zwischen Nachahmen und Sich-Abgrenzen, zwischen sozialer Egalisierung und individueller Differenzierung (vgl. Simmel 1885, 132). Individualität ist dabei nicht bezüglich eines Einzelsubjekts, sondern bezüglich einer Gruppe zu verstehen: Modeverhalten meint stets Gruppen verhalten, Mode ist immer Klassenmode (vgl. Simmel 1911, 181).
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