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In den disziplinären und professionellen Diskursen der Sozialen Arbeit wird seit Anfang der 90er Jahre in unterschiedlichen Theorieansätzen und Konzepten, wie Subjekt-, Lebenswelt- oder Dienstleistungsorientierung, die Bedeutung der Adressaten bzw. Nutzer in den Mittelpunkt gestellt (Petersen 1999, Oelerich/ Schaarschuch 2005). Gemeinsam ist allen Ansätzen, dass die Adressaten nicht als Objekte, sondern als nachfragende Subjekte und Akteure verstanden werden, die die Erbringung der Hilfeleistung mit ihren Ressourcen auf freiwilliger Basis mitgestalten. Damit die zentrale Rolle, die den Adressaten im Erbringungsprozess sozialer Dienstleistungen zugesprochen wird, verwirklicht werden kann, bedarf es einer stärkeren Abkehr von der lange Zeit vorherrschenden Defizit- und Problemorientierung in der Jugendhilfe. Gefordert sind stattdessen Konzepte, die den Menschen zwar mit seinen Problemen wahrnehmen, aber vor allem auch mit seinen Ressourcen, um diese Probleme zu lösen.
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