No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
In der neueren Organisationssoziologie wird im Asnchluß an Lawrence und Lorsch häufig von „Kontingenz-Theorie“ gesprochen (1)*. Gemeint ist damit, daß Unterschiede in den Strukturen der Organisationen abhängen von Unterschieden der für sie relevanten Umwelt. Auch unabhängig von der Bezeichnung als „Kontingenz-Theorie“ ist diese Vorstellung weit verbreitet (2). Versuche einer direkten Verwendung dieser Theorie in der empirischen Forschung sind jedoch auf beträchtliche Schwierigkeiten gestoßen. Dies gilt besonders für die Frage, wie weit Ergebnisse für spezifische Variablenkonstellationen nun eine allgemeine Kontingenz-Theorie bestätigen (3). Das normale Schicksal anspruchsvoller Generalisierungen zeichnet sich bereits ab: Sie werden wieder aufgegeben, weil die empirische Forschung zu unübersichtlichen, unvergleichbaren oder gar widerspruchsvollen Resultaten führt. Es kommt zu einem Oszillieren zwischen Ansprüchen und Enttäuschungen. Theorien werden zu „self-defeating prophecies“ — vielleicht einfach deshalb, weil allgemeine theoretische Konzepte zu direkt in empirische Forschung übersetzt werden.
Loading…
Stored only when both papers are in the corpus — 39 citations exist upstream.
Papers that cite the same references — the relational fallback while embeddings are still backfilling.
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.