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Zusammenfassung Die Organisationstheorie ist durch den Transaktionskostenansatz von Williamson und die „agency“-Theorie auf eine neue Grundlage gestellt worden. Beide Forschungsrichtungen nehmen an, daß sich die Organisationsmitglieder prinzipiell opportunistisch verhalten. Auch die neomarxistische Theorie der Unternehmung unterstellt, daß die Beschäftigten nicht von sich aus im Sinne der Unternehmung handeln. Daher besteht das Hauptproblem der Unternehmung in der Eindämmung des Opportunismus der Beschäftigten. Auf dem Wege einer Auseinandersetzung mit der neomarxistischen Theorie will der Aufsatz zeigen, daß die Interessenkonvergenz zwischen „Arbeit“ und „Kapital“ nicht allein durch materielle Anreize einerseits und durch „Überwachen und Strafen“ andererseits bewirkt werden kann. Neben diesen beiden Mechanismen ist vielmehr die „moralische Integration in die Firmengemeinschaft“ ein wichtiges Instrument zur Erzeugung von Arbeitsbereitschaft. Allerdings ist „Moral“ keine unveränderlich zur Verfügung stehende und jederzeit abrufbare Ressource. Das Ausmaß ihrer Verfügbarkeit unterliegt sowohl innerbetrieblichen als auch gesellschaftlichen Einflüssen und kann daher auch nur partiell durch betriebliche Reorganisationsmaß nahmen beeinflußt werden.
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