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Die folgenden Überlegungen machen in Erweiterung einer sprachtheoretischen Vorgehensweise von Diskurs- als Textanalyse die sozialwissenschaftliche Perspektive des diskursanalytischen Verfahrens geltend.1 Dabei erscheint es mir unabdingbar, die methodologischen und theoriepolitischen Entscheidungen deutlich zu machen, die einer Anwendung vorausgehen müssen. Ich werde daher im folgenden einige Annahmen und Voraussetzungen formulieren, die der Diskursanalyse als sozialwissenschaftlichem Verfahren der Rekonstruktion gesellschaftlicher Regelhaftigkeiten zugrunde liegen. Es geht um das Verhältnis von Diskurstheorie, Diskursanalyse und Gesellschaftstheorie, das durch Diskurse als zentrale Elemente der symbolischen Ordnung sozialer Wirklichkeit(en) gestiftet wird. Diskurse bilden demnach Praktiken, die im sozialen Leben den Status objektiver Wahrheiten und der Faktizität sozialer Tatsachen annehmen. Aus dieser Perspektive der diskursiven Produktion gesellschaftlicher Bedeutungs- und Ordnungssysteme erscheint die Diskurstheorie als Gesellschaftstheorie, die Differenzierungsprozesse mit Imperativen der Machtsteigerung verknüpft. In der historischen Rekonstruktion der Regeln, nach denen moderne Gesellschaften sich selbst erzeugen, werden, in der Verschränkung von Regulierungsprozessen der Gesamtgesellschaft mit Arten und Weisen der Subjektkonstitution, Kräfte sichtbar, denen es gelingt, das Subjekt und den Körper sowohl gefügig als auch nutzbar zu machen und sie gleichzeitig in einen biologischen Gesamtprozeß einzugliedern.
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