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Den Erfolg der neoliberalen Wende zu erklären, ist die größte Herausforderung, der sich die Ungleichheitssoziologie zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu stellen hat. Es ist deshalb folgerichtig, dass die Anzahl der Schriften wächst, in denen der Triumph des Neoliberalismus kritisch reflektiert wird. Hervorgehoben seien die einschlägigen Veröffentlichungen von Pierre Bourdieu, vor allem „Gegenfeuer. Wortmeldungen im Dienste des Widerstands gegen die neoliberale Invasion“ (Bourdieu 1998), von Noam Chomsky „Profit over People“ (2000), die Arbeiten von Loïc Wacquant über die Herstellung eines neuen Common Sense (1999, 2000) sowie „Die Evangelisten des Marktes“ von Keith Dixon (2000) — eine Schrift über die Rolle der „think tanks“ bei der Durchsetzung des Neoliberalismus in Großbritannien. In diesen Schriften wird die These vertreten, dass es sich bei der neoliberalen Wende primär um „eine Schlacht der Worte, einen Kampf zur Durchsetzung eines neoliberalen Vokabulars“ handelt (Dixon 2000: 100). Dementsprechend demonstrieren sie, wie die „neoliberale Machtergreifung“ (Bourdieu) intellektuell vorbereitet und die neoliberalen Ideen zu einer politischen Kraft wurden. Die neoliberale Wende ist ein gutes Beispiel für die Entfaltung und Behauptung von Benennungsmacht.1
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